Wie können Tourismus- und Beherbergungsbetriebe mit einfachen Schritten Zeit sparen, Kosten senken und gleichzeitig zukunftsfit werden?

Dieser Frage widmete sich die Veranstaltung „Mehr Zeit für den Gast: KI, Digitalisierung und Innovation im Tourismus“, die am 1. Oktober im BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz stattfand. Zahlreiche Vertreter:innen aus Tourismus, Hotellerie und Bildung nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen, innovative Lösungen und konkrete Anwendungsbeispiele im Bereich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz auszutauschen.

Ein gemeinsamer Auftakt

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Barbara Pucker, Nationalparkdirektorin Kärnten und Gastgeberin des Abends. Durch das Programm führte Marc Baumann, der die Teilnehmer:innen durch einen Abend voller praxisnaher Impulse, neuer Perspektiven und anregender Diskussionen begleitete.

Bereits zu Beginn wurde deutlich, dass die Herausforderungen im Tourismus vielfältig sind: steigende Anforderungen an Betriebe, zunehmender Wettbewerbsdruck sowie der Bedarf, Prozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Qualität der Gästebetreuung weiter zu erhöhen.

Digitalisierung und KI als Chance für den Tourismus

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Impulsvorträge von Expert:innen aus Forschung und Praxis. Wolfgang C.A. Lattacher von der Universität Klagenfurt, Hannes Fassold von JOANNEUM RESEARCH sowie das Team des Start-ups SimplyAI FlexCo rund um Ralph Stöckl zeigten auf, wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bereits heute erfolgreich in Tourismus- und Beherbergungsbetrieben eingesetzt werden können.

Im Fokus standen dabei unter anderem:

  • die strategische Digitalisierung von Geschäftsmodellen in Beherbergungsbetrieben,
  • konkrete Anwendungsfelder, Chancen und Grenzen von Künstlicher Intelligenz im Tourismus,
  • sowie der Einsatz von KI-gestützten Chatbots zur Optimierung von Service- und Kommunikationsprozessen.

Die vorgestellten Beispiele machten deutlich, dass digitale Werkzeuge längst keine Zukunftsvision mehr sind, sondern bereits heute dazu beitragen können, Mitarbeitende zu entlasten, Abläufe effizienter zu gestalten und mehr Zeit für die persönliche Betreuung von Gästen zu schaffen.

Impulse für die Nachwuchsförderung

Einen weiteren spannenden Einblick gab Barbara Pucker, die über den aktuellen Stand der Lehrlingsakademie Mallnitz berichtete. Dabei wurde die Bedeutung moderner Ausbildungsangebote und innovativer Qualifizierungsmaßnahmen für die Sicherung von Fachkräften im Tourismus hervorgehoben.

Austausch und Vernetzung

Besonders großen Zuspruch fand der anschließende Austausch an den Thementischen. In offenen Gesprächsrunden wurden konkrete Anwendungsfälle diskutiert, individuelle Fragestellungen vertieft und Erfahrungen aus der Praxis ausgetauscht.

Zugleich bot die Veranstaltung die Möglichkeit, sich mit den Mitgliedseinrichtungen des Bildungshub Kärnten sowie mit dem DIH SÜD zu vernetzen und mehr über bestehende Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote zu erfahren. Dabei wurde sichtbar, wie vielfältig die Unterstützungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für Betriebe sind – von niederschwelligen Einstiegsangeboten bis hin zu spezialisierten Weiterbildungsformaten.

Ein gemeinsames Fazit

Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, dass Digitalisierung und Künstliche Intelligenz große Chancen für den Tourismus bieten. Entscheidend ist dabei nicht allein die Technologie, sondern die Art und Weise, wie sie genutzt wird.

Innovation entsteht dort, wo Menschen ihr Wissen teilen, voneinander lernen und gemeinsam neue Wege entwickeln. Gerade im Tourismus können digitale Lösungen dazu beitragen, Routinetätigkeiten zu vereinfachen und Freiräume für das Wesentliche zu schaffen: den Gast.

Die große Beteiligung und die intensiven Gespräche machten deutlich, wie wichtig Kooperation, Vernetzung und kontinuierliche Weiterbildung für die Zukunftsfähigkeit der Region sind.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Teilnehmer:innen, Expert:innen und Partner:innen sowie dem BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz für die Gastfreundschaft und den gelungenen gemeinsamen Abend. Gemeinsam wurde sichtbar, welches Potenzial in der Verbindung von Innovation, Qualifizierung und regionaler Zusammenarbeit liegt.

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