Rund 75 Teilnehmer:innen folgten am Donnerstag, den 12.03.2026 der Einladung des Bildungshub Kärnten und seines Kooperationspartners, der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft, in den Grünen Saal des Kärntner Landtags. Im Mittelpunkt des Abends stand der Austausch über aktuelle Herausforderungen für demokratische Gesellschaften sowie die Frage, welche Rolle Medien, Bildung und gesellschaftlicher Dialog dabei spielen.

Ein Abend für Dialog und demokratischen Austausch
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Beate Gfrerer, Geschäftsführerin der Kärntner Volkshochschulen und stellvertretende Vorsitzende des Bildungshub Kärnten. In ihren Begrüßungsworten betonte sie, wie wichtig solche Dialogformate sind: Sie schaffen Räume, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Perspektiven austauschen und demokratische Kultur aktiv leben können.
Auch Andreas Scherwitzl, Präsident des Kärntner Landtags, hob in seinem Grußwort die besondere Bedeutung des Veranstaltungsortes hervor. Das Landhaus sei ein „Tor der Demokratie“ – ein Ort, an dem politische Diskussion, Meinungsvielfalt und demokratische Teilhabe sichtbar werden. Initiativen wie diese leisten einen wichtigen Beitrag dazu, demokratische Werte zu stärken.

Die Präsidentin des Bildungshub Kärnten, Sabine E. Herlitschka, hob hervor, wie wichtig es ist, dass die großen Bildungsträger im Bildungshub aktuelle gesellschaftspolitische Themen gemeinsam aufgreifen und Veranstaltungen wie diese ermöglichen.

Hochkarätig besetztes Podium
Auf dem Podium diskutierten drei Expert:innen über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze für unsere demokratische Gesellschaft:
- Antonia Gössinger, Journalistin und Ombudsfrau des Österreichischen Presserates
- Kathrin Stainer-Hämmerle, Professorin für Politikwissenschaft an der FH Kärnten
- Kurt Guwak, Mitgründer der Initiative MehrGrips und Mitautor des Buches „Demokratie sucht Zukunft“
Durch den Abend führte John Evers, Generalsekretär des Verbands Österreichischer Volkshochschulen und Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung, der die Diskussion kompetent moderierte und immer wieder neue Perspektiven eröffnete.

Vertrauen, Medien und Bildung im Fokus
Im Mittelpunkt der Diskussion standen zentrale Fragen unserer Zeit: Wie kann das Vertrauen in demokratische Prozesse gestärkt werden? Welche Verantwortung tragen Medien in öffentlichen Debatten? Und welche Rolle spielt Bildung dabei, Menschen zu befähigen, Informationen einzuordnen, Position zu beziehen und sich aktiv zu beteiligen? Die Diskussion machte deutlich, dass Demokratie kein statisches System ist, sondern vom Engagement, vom Dialog und von gut informierten Bürger:innen lebt.

Demokratie braucht Begegnung – und Bildung
Der Abend zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Orte für Begegnung, Diskussion und gemeinsames Nachdenken sind. Demokratie lebt davon, dass Menschen miteinander sprechen, unterschiedliche Perspektiven kennenlernen und als mündige Bürger:innen ihre eigenen Schlüsse ziehen.
Oder anders gesagt: Demokratie braucht Bildung.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Podiumsgästen, Kooperationspartnern und Teilnehmer:innen für ihr großes Interesse und den engagierten Austausch.

