Am 9. Dezember 2025 trafen sich die Mitarbeiter:innen der Mitgliedseinrichtungen des Bildungshub Kärnten an der Universität Klagenfurt, um einen Vormittag ganz im Zeichen von Künstlicher Intelligenz, Verantwortung und Zukunftskompetenzen zu verbringen. Unter dem Motto „Von- & miteinander lernen“ eröffnete Vizerektor und Vorstandsmitglied Peter Schlögl die Veranstaltung und betonte dabei, wie wesentlich gemeinsames Lernen, Austausch und institutionenübergreifende Zusammenarbeit für eine zukunftsfähige Bildungslandschaft sind.

Philosophischer Blick auf KI: Verantwortung, Macht und gesellschaftliche Gestaltung

Den ersten Impuls gestaltete Mag. Dr. Cornelia Stefan, Institut für Philosophie, Universität Klagenfurt, mit ihrem Vortrag „KI zwischen Verantwortung und Gesellschaft“. Sie lenkte den Blick darauf, dass KI weit mehr ist als reine Technologie:

• Sie verändert, wie wir leben, denken und handeln.

• Sie wirft Fragen nach Macht, Verantwortung und gesellschaftlicher Gestaltung auf.

• Sie fordert uns heraus, zu reflektieren, welchen Beitrag jede und jeder Einzelne in dieser Transformation leisten kann.

Dr. Stefan zeigte, wie essenziell ethische Reflexion, Weitsicht und die bewusste Integration von KI in Bildungsprozesse sind. Nur wenn wir KI mit Bedacht gestalten, kann technologische Innovation zu Menschlichkeit, Teilhabe und demokratischer Verantwortung beitragen und Lernräume nachhaltig bereichern.

Praxiseinblicke: Wie KI den Arbeitsalltag unterstützt

Im Praxisblock zeigte Niklas Florian, Digital Expert Marketing & KI am bfi-Kärnten, wie KI bereits heute vielfältige Aufgaben im Arbeitsalltag unterstützen kann. Anhand ausgewählter Live-Demonstrationen veranschaulichte er, wie moderne Tools bei Text- und Rechercheaufgaben, der Erstellung von Lernunterlagen oder sogar der automatisierten Produktion kurzer Videos unterstützen. Auch für strukturiertes Onboarding, Wissensmanagement und interne Kommunikation bietet KI neue, effiziente Möglichkeiten.

Darüber hinaus machte er deutlich, dass diese Entwicklungen auch die Kompetenzanforderungen in der Arbeitswelt verändern. Neben digitaler Grundbildung werden Datenkompetenz, kollaboratives Arbeiten, kritisches und kreatives Denken sowie ein reflektierter Umgang mit KI zu zentralen Zukunftsfähigkeiten. Sie entscheiden darüber, ob KI als reines Werkzeug genutzt oder tatsächlich zu einem Produktivitäts- und Innovationsmotor wird.

Im nächsten Schritt gab Florian einen kompakten Überblick über die wichtigsten Eckpunkte des EU AI Act, der europaweit den sicheren, transparenten und verantwortungsvollen Einsatz von KI regelt. Dazu zählen:

• klare Risikoklassen für KI-Systeme

• Transparenz- und Dokumentationspflichten

• rechtliche Mindeststandards für Sicherheit und Qualität

• der Schutz sensibler Daten

• Vorgaben für Monitoring und verantwortungsvolle Nutzung

Sein Praxisinput verdeutlichte: KI kann Prozesse spürbar erleichtern – doch ihr Erfolg hängt davon ab, wie bewusst, kompetent und rechtlich fundiert sie eingesetzt wird. Nur in diesem Zusammenspiel entfaltet sie ihr volles Potenzial für Organisationen, Lernprozesse und die Arbeitswelt von morgen.

Fazit: KI als Chance – mit Verantwortung und Weitsicht

Der zentrale Botschaft beider Vortragenden war klar:

Künstliche Intelligenz eröffnet große Chancen – wenn wir ihr mit Verantwortung, Weitsicht und bewusster Gestaltung begegnen.

Die Veranstaltung zeigte, wie wertvoll der Austausch der Mitgliedseinrichtungen ist, wenn es darum geht, Künstliche Intelligenz sinnvoll in Bildung, Verwaltung und Arbeitswelt einzubetten. „Von- & miteinander lernen“ wurde an diesem Vormittag nicht nur als Motto genannt, sondern aktiv gelebt.

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